Sonntag, 13. Januar 2013
Deutschland und Rückreise
Weihnachten und Silvester sind vorüber, mein Deutschland-Aufenthalt auch. Es hat mich gefreut, viele von euch dort sehen zu können!
Daher zur Abwechslung ein paar Deutschland-Fotos:


Jesus


Stadtmauer in Landsberg am Lech


Bayertor in Landsberg am Lech


Hamburger Hafen


Berchtesgaden

Mein Rückflug ging über Wien, wo ich tagsüber herumlaufen konnte. Danke für die Tour, Felix!


Kunsthistorisches Museum in Wien


Parlament Österreichs

Bedeutende Kleinodien des Heiligen Römischen Reiches http://de.wikipedia.org/wiki/Reichskleinodien wie Reichskrone, die Heilige Lanze, das Reichsschwert, den Krönungsmantel, den Reichsapfel etc., die in der Wiener Hofburg aufbewahrt werden, konnte ich leider nicht sehen – vielleicht beim nächsten Mal! ;-)

Dann ging es mit dem Nachtflug nach Beijing. Diesmal ging die Route über Osteuropa und Sibirien – sonst war ich ja immer erst über Südosteuropa, die Türkei, den Irak und den Persischen Golf in die Vereinigten Arabischen Emirate und dann über Indien und Südostasien nach China geflogen. So konnte ich die aufgehende Sonne über den Ausläufern der Wüste Gobi nahe Beijing sehen. Dann kamen einige Gebirgsketten und ich versuchte, die Große Mauer zu entdecken. Oft sah ich Linien, die ich dafür hielt, allerdings habe ich sie letzten Endes nicht gesehen. Hinter diesen Gebirgsketten wurde die Luft ziemlich unklar – der Smog der zivilisierten Welt. Apropos Smog, Beijing mitsamt Nordchina knackt gerade in diesen Tagen neue Smog-Rekordnegativmarken.

In Beijing hab ich mich nun doch mit niemandem mehr getroffen, ich fuhr direkt zum Südbahnhof. Auf dem Weg sah ich das Hauptgebäude des Chinesischen Staatsfernsehens CCTV: http://static2.businessinsider.com/image/4fb43a9feab8ead11b000015-650/cctv-building-china.jpg Es wurde im Mai 2012 vollständig fertiggestellt und machte sonst von sich durch ein Feuer im Jahr 2009 reden. Bis dahin gab es noch einen zusätzlichen Turm daneben, und böse Zungen behaupteten, die beiden Gebäude zusammengenommen würden wie Geschlechtsteile aussehen. In Beijing spielten außerdem einige auf zugefrorenen Kanälen Eishockey, es war aber nicht so kalt, wie ich befürchtet hatte.

Teilweise tagsüber konnte ich dann noch mit einem hyperschnellen Gaotie („Gaotiä“, bis zu 300 km/h) durch die nordchinesische Ebene düsen, die ich damit zum ersten Mal zu Gesicht bekam. (als ich vor 3 Jahren zum ersten und bis jetzt einzigen Mal nach Beijing fuhr, war ich im Nachtzug unterwegs) Ganz ähnlich zu Deutschland also, wo auch der Norden flach und der Süden gebirgig ist. Und abgesehen liegt auch in Deutschland die Hauptstadt im Nordosten. Ich finde, Ebenen haben auch etwas! Insgesamt war der Eindruck auch grau und trist, aber klar, es ist Winter … Nach Jinan, der Hauptstadt Shandongs, wurde es dann wieder ziemlich hügelig, und es wurde dunkel … Nach 5 Stunden war ich in Hefei.

Hier aß ich dann mit meinem ägyptischen Freund und meinem Tandempartner zu Abend. Am nächsten Tag gab es erst einmal ein paar kleine Schwierigkeiten, wie dass meine Fahrradbremse und das Büro-Internet nicht mehr funktionierten, beides ließ sich aber letzten Endes einfach beheben. Sonst hab ich nun diverse Sachen wie Salamis, Mozartkugeln, Milka-Schokolade, Kakao und Plätzchen unters Volk verteilt …

Gestern besuchte ich außerdem einen Geophysik-Professor, der auch bei mir im Haus lebt und bis vor kurzem mit seiner Familie in San Diego lebte. Wenn er mal wieder „spielen“ geht, wie man im Chinesischen für Freizeitaktivitäten im Allgemeinen so schön sagt, will er sich auch mal bei mir melden. Mein ägyptischer Freund wird morgen wieder für 5-6 Wochen nach Saudi-Arabien fliegen. Mein chinesischer Professor wird in ein paar Tagen wieder aus Deutschland zurückkommen. Vor kurzem lernte ich noch einen indischen Englischlehrer flüchtig kennen, der mich zu einem allsonntäglichen Christentreffen einlud, wo ich vermutlich nächste Woche hingehen werde. Klingt gerade alles ziemlich international, Hefei ist aber nicht wirklich international! Und insgesamt hoffe ich, dass wir noch möglichst alles für unser Experiment bis zu den Chinesischen-Neujahrs-Ferien, die etwa Anfang Februar beginnen werden, bestellen können, damit wir das dann danach ordentlich aufbauen können.